Goldrausch - Die Gewinnung
von Gold
Wie und wo wird Gold gewonnen?
| Gold,
lateinisch Aurum
genannt, ist eines der ersten Edelmetalle, das
schon in der Kupferzeit gefunden wurde. Die
Ausstrahlung und die Farbe des Goldes war für
die Menschen eine Sensation. Es wurde sofort
als wertvolle Ware gehandelt und verarbeitet.
In vergangenen Kulturen wurde es oft für
rituelle Gegenstände verwendet.
Gold ist
ein sehr korrosionsbeständiges Metall.
Weder Luft und Wasser noch Säuren können
der edlen Oberfläche etwas anhaben. Es
ist sehr gut zu verarbeiten und mit vielen Metallen
legierbar, weshalb es auch heute noch sehr geschätzt
wird.
Das wertvolle Gold ist in Flussläufen als
Auswaschung aus dem Flusssand zu finden oder
unter der Erde in Gesteinsschichten. Die älteste
Methode ist das Goldwaschen.
Früher wurde es mit einer Blechpfanne aus
dem Fluss gewaschen.
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Heute kommen industrielle
Anlagen zum Einsatz, es werden Flusssedimente abgesaugt
und durch eine Rinne gewa- schen, die mit Gold angereicherte
Sedimentfraktion (als „Konzentrat“ bezeichnet),
bleibt übrig. Anschließend wird es amalgiert.
In den
Bergminen werden
Tonnen von Gestein abgetragen und durch ein
aufwendiges Verfahren wird das Gold vom Stein
getrennt. Sichtbares Gold wie Nuggets
oder Goldstaub
sind eher selten zu finden. Vom Gestein umgeben,
liegt das Gold in kleinsten Partikeln verteilt.
Früher reichten die Untertagegruben neun
bis zwanzig Meter in die Tiefe. Das abgeschürfte
Gold wurde mit Lasttieren in den Tälern
gebracht und in einem Schmelzofen, in Schmiedebetrieben,
weiter verarbeitet. Heute wird das Gold mit
riesigen Maschinen abgebaut und mit Hilfe der
Zyanidlauge gelöst, damit lösen sich
auch geringste Mengen Gold aus dem zerkleinerten
Gestein.
Um reines Gold zu gewinnen wird es in Mühlen
zermahlt und mit Wasser und Quecksilber vermischt,
so bildet das Quecksilber eine Legierung (Amalgam).
Die Amalgamklumpen sinken zu Boden des Gefäßes,
wo sie gesammelt werden. Diese Klumpen werden
in einem späteren Verfahren erhitzt, wobei
das Quecksilber verdampft und reines Gold übrig
bleibt.
Der
erste Goldrausch fand in den Jahren zwischen
1693 und 1695 am Rio Juma in Brasilien,
in der Nähe der Stadt Apri, im Bundesstaat
Amazonas statt. |
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Rasend
schnell verbreitete sich die Nachricht und tausende
Gold- suchende strömten an den Juma. Unter
prekären, hygienischen Bedingungen hausten
die Menschen im Urwald, auf Hoffnung reich zu
werden. Die Seuchengefahr war groß, viele
Goldsucher wurden krank. Nur wenige sind reich
geworden, meist nur die Händler, die Werkzeuge
und Lebensmittel verkauften und auch Prostituierte
in das Lager brachten.
Der zweite große
Goldrausch war 1851, in der nordwestlichen
Region von Melbourne
wurde Gold entdeckt. Die Siedler die bisher
friedlich mit ihren Schafsherden lebten, wurden
vom Goldrausch erfasst Doch nicht nur die Siedler
waren dem Rausch verfallen, von nah und fern
strömten tausende Menschen herbei, in Aussicht
ihr Glück in den Goldminen zu finden und
in der Hoffnung auf ein schnelles Reichtum.
Dawson City war das Herz des großen Goldrausches,
auch heute noch wird in der Stadt nach Gold
gegraben.
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Zwei weitere große
Goldräusche waren in Nordamerika
am „Colorado Rush“ und am Klondike River
in Alaska. In einer
Blechpfanne schaufelten die Goldgräber Sand aus
dem Fluss, dieser wurde zum Rand gespült, und
in der Mitte am Boden blieb das schwere Gold liegen.
Wer Glück
hatte fand einen dickeren Goldklumpen und wurde damit
reich. Doch die Suche nach dem Edelmetall war beschwerlich
und setzte harte Arbeit voraus. Meistens blieb von
den Gewinnen nichts übrig, denn das Leben in
den Goldgräberstädten war teuer. Viele Läden
und Saloons wurden eröffnet und so wurde der
Gewinn für teure Lebensmittel, Alkohol und Skatspiele
ausgegeben. Die Geschäftsleute bereicherten sich
an den Goldgräbern, sie verkauften ihnen überteuerte
Waren. Viele Fundplätze waren nach kurzer Zeit
ausgeschöpft. Und so verließen die Goldgräber
die Städte, die dann unbewohnt waren und zu Geisterstädten
wurden.
Da es zur damaligen Zeit noch keine Gesetze gab, war
der Konkurrenzkampf unter den Männern hart und
oftmals kam es zu blutigen Auseinander- setzungen.
Viele Menschen kamen nie in den Goldgräberstädten
an, sie starben auf den weiten beschwerlichen Weg.
Das größte Goldvorkommen der Erde befindet
sich am Witwatersrand in Südafrika.
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