Gold in der Industrie
& Technik
Industrielle und technische Anwendungen für
Gold, z. B. Leiterbahnen und Goldkontakte
| Für
welche technischen Applikationen wird Gold verwendet?
Gold wird
von vielen Industriefirmen
zu verschiedensten Zwecken genutzt. Zehn Prozent
des Goldverbrauchs geht in die Branchen der
Elektrotechnik
und der Elektronik.
Gold ist ein weiches Metall und lässt sich
mit anderen Metallen wie Kupfer und Silber verbinden.
10 Gramm Gold lassen sich auf 33 km Fadenlänge
ausdehnen. Es ist beständig gegen verschiedene
Säuren. Gold ist relativ reaktionsträge.
Alle diese Eigenschaften sprechen für die
Verwendung von Gold in der Industrieproduktion.
Besonders die IT-
und Unterhaltungselektronik
verwendet Gold in der Produktion. In
elektronischen Bauteilen, Thermoelementen, elektrischen
Kontakten und Leiterplatten
wird Gold verarbeitet. Und das ist nicht
wenig. |
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Forscher der Technischen
Universität zu Berlin haben herausgefunden, dass
bei der Abfallentsorgung von IT- und Unterhaltungselektronik
nicht fachgerecht vorgegangen wird. So geht Gold im
Wert von 530 Dollar pro Tonne Schrott verloren. Das
sind 22,2 Gramm Gold pro Tonne, die man vorher aussortieren
könnte. Die Abfallindustrie hat da noch Reserven,
die es gilt auszuschöpfen.
| Für
die Uhren- und Schmuckherstellung
wird ca. 75 Prozent der industriellen Goldproduktion
verwendet. Zahnärzte
& Zahntechniker
verwenden ganz bestimmte Legierungen bei der
Herstellung von Kronen und Zahnersatz.
Die Lebensmittelindustrie
nutzt Blattgold
in Form von Flocken, Pulver und Shabin für
die Herstellung von Lebensmitteln und Getränken:
Schokolade, Pralinen, Likör, Sekt und Schaumwein,
Wodka und Danziger Goldwasser. Blattgold lässt
sich bis zu einer Minimaldicke von ca. 100 Nanometer
auswalzen.
Auch in der
Kosmetikindustrie
ist Gold zugelassen und findet vornehmlich als
Färbemittel seine Anwendung. |
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Ergänzend
wird Blattgold im Bereich Kunsthandwerk
sowie bei Verdedelung
von Möbeln und sonstigen Objekten wie z. B. Schmuckgegenständen
verwendet.
Tipps:
Sichere Verwahrung
von Edelmetallen & Industriegold: Sicherheitsschrank
oder Sicherheitsschränke nach EN 14470-1
Raumfahrt:
Bei der Herstellung von Ultrarot-Reflektoren für
Satelliten kommt ebenfalls Gold zum Einsatz.
In der Medizintechnik
wird Industriegold beim Bau von Sonden und Ultraschallgeräten
benötigt.
Ein zukünftiges
Einsatzgebiet für Gold wird die Nanotechnologie
sein. Goldfolien werden zu hauchdünnen Mustern
aus Fadenmolekülen ausgelegt, Miniaturteppiche
von tausendstel Millimeter Stärke. Mit einer
Schichtdicke von 200 Nanometern (millionstel Millimeter)
ist es für den Einsatz in optoelektronischen
Bausteinen geeignet. Diese Goldfolien dienen als Unterlage
für noch dünnere Schichten anderer Moleküle.
Bestimmte schwefelhaltige Verbindungen lösen
auch Verunreinigungen auf der Goldfolie. Das ist bedeutsam
bei höchsten Reinheitsanforderungen. Das alles
ist noch in der Entwicklungsphase und rückt einem
Traum der Medizin näher: Nanoroboter, die in
der Lage sind, Medikamente direkt in menschliche Krebszellen
zu injizieren. Gold könnte tatsächlich der
Faden sein, der die Nano- mit der Biotechnologie verbindet.
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